Liebe Schachfreunde,

 

am letzten Sonntag gingen die 28. Ruhrhalbinsel Open zu Ende und wir wollten allen, die nicht persönlich teilnehmen konnten, einen kleinen Eindruck vom Turnier zukommen lassen.

Da sowohl im Vorfeld als auch während der Open immer vieles zu tun und zu organisieren ist möchten wir mit einem ganz herzlichen Dankeschön an Helmut, Jörg und all die anderen Helfer beginnen, ohne die das größte Essener Schachturnier nicht so ein schöner Erfolg geworden wäre.

Gestartet sind wir mit 102 Teilnehmern, wovon Überruhr immerhin 10 Spieler stellte. Quantitativ hatten wir damit zwar schon einmal Katernberg hinter uns gelassen (9 Spieler), mussten aber leider Mülheim den ersten Platz überlassen (11 Spieler).

Ein Novum für uns war das Schiedrichtergespann J. Göldenboog (FSR) und C. Bünjer (RSR), die ihre Aufgabe souverän erledigten (außer dem anscheinend unvermeidlichen Handyklingeln gab´s aber auch nicht viel zu regeln) und daher auch gleich für´s nächste Jahr engagiert wurden.

 Die drei Top-Favoriten waren schnell ausgemacht, und wie sich letztlich zeigte, konnten die drei Meister Daniel Hausrath, Karl-Heinz Podzielny und Amir Rezasade am Ende ja auch Platz 1 bis 3 unter sich ausmachen.

Dabei eine besondere sportliche Anerkennung nach Mülheim, die neben drei der fünf Preisträger auf den vorderen Plätzen auch die beste weibliche Teilnehmerin stellten.

Einen herzlichen Glückwunsch aber auch an Anreas Struschka, der in der U2000er Ratinggruppe den zweiten Platz belegte und damit der einzige Überruhrer (13. Platz) bei den Preisträgern war.

Für viel Haareraufen sorgten bei den Routiniers die Brüder Lenhard und vor allem Florian (Gewinner der U1400er Ratinggruppe)  Biermann  vom TuS Ende 1892, die beide mit einer DWZ um die 1000 starteten und zu den vier jüngsten Teilnehmern gehörten (beide Jahrgang 2003). Doch mit einer aufs Brett gebrachten DWZ von 1473 bzw. 1766 ließen die beiden lieben Jungs einige alte Hasen ganz schön alt aussehen und wenn die beiden am Ball (bzw. Brett) bleiben, wird man sicherlich noch einiges von ihnen hören.

Von Andreas´ Preisgewinn abgesehen, lief´s für Überruhr eher gemischt: Fünf Spieler müssen einen DWZ-Verlust verschmerzen, in der Summe gibt´s aber immer noch ein DWZ-Plus von 44 Punkten für Überruhr.

Wesentlich dazu beigetragen hatten zwei unerwartete Siege aus der ersten Runde, pikanterweise ausgerechnet gegen die zwei ehemaligen SFEÜ-Spieler Reinhard Kennemann und Rüdiger Schlenter, die als klare Favoriten in die jeweiligen Partien gegangen waren. Einen keinen Eindruck von den Partien mit den entscheidenden Stellungen findet Ihr im Anhang.

Alles in allem hatten wir sehr viel Spaß beim Spielen, Analysieren und Fachsimpeln und würden uns natürlich besonders freuen, wenn wir im nächsten Jahr den stärksten Kader stellen könnten. 


Lutz Schäfer

2. Vorsitzender